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Die Burschenschaft Allemannia ist eine pflichtschlagende und farbentragende studentische Vereinigung, deren Mitgliedschaft auf eine lebenslange Verbundenheit angelegt ist. Wir finden uns meist in unseren ersten Studiensemestern als Aktive zusammen. Zweit-, Dritt- vielleicht auch Viertsemestrige sind schon da und jedes Semester stoßen weitere junge Studenten hinzu. In den ersten drei bis vier "aktiven" Semestern leben wir als Gemeinschaft zusammen, die sich selbst Regeln gibt, die allerdings auch Regeln und Prinzipien vorfindet, welche seit vielen Generationen geschaffen, diskutiert und verändert wurden.
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Die Leitidee unserer Gemeinschaft ist, jenseits des Studienbetriebes menschliche Begegnungen zwischen jungen Menschen zu arrangieren, die nach Studienfach, familiären, sozialen und geographischen Herkommen, nach persönlichen, politischen, religiösen und weltanschaulichen Grundüberzeugungen verschieden sind, jedoch eines gemeinsam haben:
Sie befinden sich in einer Lebensphase, die durch ein hohes Maß an persönlicher Freiheit, an intellektueller Neugier und Offenheit sowie jugendlich emotionaler Erlebnisfähigkeit gekennzeichnet ist.
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Junge Menschen eignen sich während ihres Studiums eine berufliche Ausbildung an, die das ganze spätere Leben bestimmen wird. Wer diese Zeit nur ein bisschen als "studium generale" begreift, setzt sich offener, breiter und tiefer mit Grundfragen unseres Lebens auseinander. Man feiert natürlich auch ausgelassene Feste, organisiert Veranstaltungen und schließt Freundschaften innerhalb und außerhalb der Verbindung.
Die Erfahrungen vieler Jahrzehnte haben gezeigt, dass eine studentische Korporation ein guter Rahmen für ein solches reichhaltiges Studentenleben ist. Viele bedeutende Persönlichkeiten in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft waren in einer Studentenverbindung aktiv.
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Neben der Aktivitas gibt es die sogenannten Inaktiven. Jene, die vielleicht noch in Heidelberg leben, aber keine Alltagspflichten bei der Gestaltung des aktiven Gemeinschaftslebens haben. Sie beraten auf dem Convent, der "Vollversammlung", in der die Aktiven und Inaktiven alle Fragen des alltäglichen Gemeinschaftslebens selbst regeln, mit. Natürlich nehmen sie auch je nach Zeit, Lust und Laune an den Veranstaltungen teil.
Schließlich gibt es noch diejenigen, die ihr Studium abgeschlossen haben. Die "Alten Herren" - bei uns "Philister" genannt - halten typischerweise ihr ganzes Leben teils einen engeren, teils nur einen lockeren Kontakt. Sie haben aber die Chance, innerhalb ihrer Generation und über die Generationen hinweg in einem lebendigen, offenen und daher für alle lehrreichen Kontakt zu bleiben. Das nennen wir Lebensbund.
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Unser schönes Haus bietet einen idealen räumlichen Rahmen für alle möglichen Aktivitäten. Vom Wohnen und studium generale für die aktiven Studenten, aber eben auch für den Dialog zwischen den Generationen und das gemeinsame Feiern von Festen.
Auch wenn die Ziele der Burschenschaften, die Einheit und Freiheit Deutschlands, inzwischen erreicht sind, haben die Ideen, für die der burschenschaftliche Wahlspruch "Ehre, Freiheit, Vaterland" steht, heute und sicher auch morgen noch große Aktualität. Freiheit, das Recht auf nationale Selbstbestimmung, Menschenrechte und Demokratie, persönliche Ehrlichkeit und Offenheit bilden einen Werterahmen, dem wir uns verpflichtet fühlen.
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